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Denali als Wochenendtrip

Den Denali (6.195m) an einem Wochenende machen? Geht das? Will man das überhaupt?
Ob es machbar ist, haben vier vorakklimatisierte Bergsteiger im Mai herauszufinden versucht. Ob man das auch will… naja, -30°C plus Wind laden nicht unbedingt zum Verweilen ein.

Gruppenfoto Am Samstag den 24. Mai flogen wir nach der verpflichtenden Einschulung durch die Nationalpark-Ranger mit einer kleinen Propellermaschine von Talkeetna ins Basecamp (2.200m) des Denali. Inklusive Schi, Verpflegung und Zelt hatte jeder gerade mal 30kg für den Flug ins Basislager angemeldet. Zu dieser Jahreszeit wird es in diesem Breitengrad nicht wirklich finster, eine Stirnlampe braucht man hier die ganze Zeit über nicht. Also wird das Zelt aufgestellt, noch ein paar Stunden geschlafen und so gegen drei Uhr früh brechen wir mit Rucksack und Schlitten im Schlepptau Richtung Lager 3 auf, das wir in einem Tag zu erreichen versuchen. DCIM100GOPRO Vorbei an Lager 1, zum Lager 2 ohne größere Schwierigkeiten, ab dann wird es steiler und die Schi werden gegen Steigeisen getauscht. Steile und teils ausgesetzte Passagen, mühsame Arbeit mit dem Schlitten und konzentriertes Gehen am Seil – alles hat der Weg ins Lager 3 zu bieten. Auch der „Windy Corner“ wird seinem Namen gerecht und eisiger Wind pfeift uns um die Ohren. Nach kräftezehrenden 15 Stunden gelangen wir im Medical Camp (Lager 3 auf 4.330m) an. Zeltplatz schaufeln, Zelt aufstellen, Kochen, Essen und Trinken, sich zum Ausruhen einrichten – alles funktioniert wie bei einem lange eingespielten Team. Zufrieden mit der Tagesleistung lassen wir den Tag ausklingen. Die Wetterprognose für die ganze Woche war von vornherein nicht wolkenlos, jedoch ließ die weitere Ansage durch den allabendlichen Wetterfunk jede Hoffnung auf brauchbares Wetter schwinden. Der zweite und leider auch der letzte einigermaßen gute Tag war als Rasttag nötig. Schon am Abend begann es zu schneien, nicht stark, aber die Sicht war dementsprechend schlecht.
denali048a denali056a Um der Sache eine Chance zu geben, nehmen wir am dritten Tag den Gipfel in Angriff. Der erste Teil, bekannt als Headwall, ist im oberen Teil vereist und mit Fixseilen versichert. Motiviert arbeiten wir uns den Anstieg hoch. Aufgrund der tiefen Temperaturen, des starken Windes sowie der schlechten Sicht muss man allerdings realistisch bleiben und einsehen, dass an so einem Tag kein Gipfelgang möglich ist. DCIM100GOPRO denali061a
Am Sattel am Ende der Headwall drehen wir um und steigen sicher und konzentriert ab. Die Prognose bewahrheitet sich und es bleibt schlecht und schneit weiter. Um der steigenden Lawinengefahr zuvorzukommen, beschließen wir bereits am nächsten Tag wieder ins Basislager abzufahren und einen Flug vom Gletscher nach Talkeetna zu bekommen. Die Abfahrt auf Schiern mit dem ganzen Gepäck am Rücken ist auch noch „interessant“ und zeitenweise im angeseilten Zustand auch ziemlich nervenraubend. denali081a Nach sieben Stunden erreichen wir das Basislager und erfahren, dass bereits seit zwei Tagen Flieger weder herein- noch hinausgeflogen sind. So soll es dann auch die nächsten drei Tage bleiben. Warten auf Wetterbesserung, präparieren der Landepiste, restliche Vorräte gut kalkulieren und einteilen, mehr kann man nicht machen. denali104a
Der Sonntag, der 1. Juni, verspricht ein richtiger Sonnentag zu werden und wirklich, die erste Maschine taucht über dem Basislager auf und nimmt die wartenden Bergsteiger auf. Nach einer Woche am Gletscher erreichen wir wohlbehalten Talkeetna. denali092a

Gipfelsieg am Muztagh Ata (7.545m)

Lager 1 (5.400m) Trotz schlechten Wetterverhältnissen konnten 6 Teilnehmer der Muztagh Ata Expedition im wahrsten Sinne am letzten Abdruck den dritthöchsten Gipfel des Pamir-Gebirges erreichen.
Dichter Nebel verhinderte leider die Fernsicht auf K2 und Taklamakan-Wüste, doch gute Schneeverhältnisse belohnten mit einer relativ schönen Schiabfahrt – sofern man in dieser Höhe noch von Schifahren sprechen kann.

Die gute Vorakklimatisation ermöglichte sogar auf 6.500 m Höhe im Lager 2 ein paar Stunden Schlaf und den nötigen Appetit, um sich für die lange Gipfeletappe zu stärken.

NEPAL – Expedition auf 6300m beendet

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – heißt es doch so schön.

Panorama Der Gyaji Kang – beschrieben als relativ leichter 7000er – hat dann doch einige Überraschungen für uns parat gehalten. Beim Briefing in Kathmandu erfahren wir, dass den kommerziell angebotenen Nachbarberg Himlung heuer keine Expedition zum Ziel hat, dafür unser Berg von einem schweizer Ärzteehepaar anvisiert wird. Wenn man bedenkt, dass in dieser Saison 86 Expeditionen in Nepal unterwegs sind, können wir uns glücklich schätzen, fast alleine unterwegs zu sein.
Die vorab geschätzte Anreise zum Berg von 8 Tagen kann auf 6 Tage reduziert werden, da alles glatt läuft und die Mulis längere Tagesetappen schaffen. Insgesamt hat unsere 9-köpfige Gruppe 9 Nepali (Küchencrew) mit dabei und 27 Mulis, die unser gesamtes Gepäck transportieren. Da steckt eine ganze Menge Logistik dahinter.
Am Ende des wunderschönen Naar Phu Tales angekommen, wird ein Ruhe- und Akklimatisationstag genutzt, um den weiteren Weg auszukundschaften und einen geeigneten Platz für das Basislager zu finden. Am darauffolgenden Tag können wir unser Basislager (4600m) neben den schweizer Zelten errichten. Wieder folgen Erkundungstouren, um den weiteren Weg und die Lagerplätze festzulegen.

Lager 1 auf 5700m:
Vollgepackt steigen wir zuerst über Wiesen, dann über Schotter und schließlich über Schnee so weit wie möglich auf, um unser erstes Lager aufzustellen. Unsere Küchencrew hilft die Zelte auch für die weiteren Lager mithochzuschleppen. Auf 5700m finden wir einen geeigneten Platz und ein 3er Team verbringt gleich die Nacht im Lager, um am nächsten Tag den weiteren Weg auszukundschaften.
Gespannt warten wir im Basislager auf ihre Berichte. Am Nachmittag die schlechte Nachricht: der Weiterweg entlang des Grates ist extrem ausgesetzt und teilweise besteht er nur aus losem Gestein, sodass eine Sicherung nicht möglich ist. Schlussendlich mussten sie vor einer Wand aus losem Geröll umkehren. Die Gletscherschmelze dürfte den breiten Grat in eine Messerschneide verwandelt haben und das darunterliegende lose Gestein zum Vorschein gebracht haben.
Die gute Nachricht: von oben konnten sie einen Weg durch den Eisbruch ausmachen, sodass man bis vor dem letzten Gipfelhang nicht auf dem Grat gehen muss.
Somit wurde das Lager 1 wieder abgebaut und in den Gletscherbruch auf eine sichere Stelle auf 5600m verlegt. Das weitere Auskundschaften des Weges wurde durch Schneefall und Nebel vereitelt und ein Ruhetag im Basislager eingelegt.

Lager 2 auf 6050m:
Durch den Gletscherbruch führt der weitere Weg Lager 2 (6050m) bis kurz vor das Ende des Grates, den wir zuerst gehen wollten. Vom Lager 2 aus sieht man zurück auf den Grat und weiter vorne den Gipfelhang.

Lager 3 auf 6300m:
Von Lager 2 zu Lager 3 waren die Schwierigkeiten eines ausgesetzten Grates zu überwinden. Nach dem Lager 3 stellte sich der Gipfelhang als Blankeiswand heraus, mit der wir aufgrund der Expeditionsbeschreibungen voriger Teams nicht gerechnet haben.
Abstieg von Lager 2

Besprechung im Basislager:
Die Wetterprognose sagt starken Schneefall voraus. Daher treffen wir uns alle im Basislager, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Die Lagerkette ist aufgebaut, fraglich ist, ob noch ein Lager benötigt wird, da das Gipfelplateau sehr weitläufig und wahrscheinlich mit Spalten durchsetzt ist.

Wetterprognose:
Die weitere Wetterprognose nimmt uns die Entscheidung ab: Höhenstürme und der starke Schneefall kreuzen unsere letzten verbleibenden Tage und machen somit eine Besteigung auch zeitlich nicht mehr möglich. Ein kurzfristig besseres Wetterfenster ermöglicht es, die Lager bei Nebel und Wind zu räumen, jedoch an eine Besteigung ist nicht mehr zu denken.

Die Schneefahnen am Gipfel lassen erahnen, welche Bedingungen es über 6000m gerade hat und der Abmarsch fällt dementsprechend nicht ganz so schwer. Der Rückmarsch aus dem Tal wird von sprießenden Blumen und grünenden Bäumen gesäumt Höhenmediziner Oswald Oelz und ein besonderes Highlight war dann noch das zufällige Treffen des Höhenmediziners und Buchautors Prof. Dr. Oswald Oelz in der Küche eines Mönchs.

Trotz ausgebliebenem Gipfelerfolg sind wir glücklich, da wir gesund und mit vielen schönen Eindrücken von diesem Expeditionsabenteuer zurückkehren können.

NEPAL – Wir kommen! (18. April 2012)

Wir (Daniela Gosch, Franz Tschiltsch, Andreas Gegg und Karl Fauland) starten am Freitag als Teil einer 9-köpfigen Gruppe zum Gyaji Kang (7074m) in der Annapurnaregion.

Die Taschen stehen gepackt zur Abfahrt bereit, der Blick ist schon Richtung Nepal gerichtet und unsere Füße freuen sich aufs Losmarschieren.
Von München aus geht der Flug über Muscat (Oman) nach Kathmandu, wo uns Temperaturen über 30 Grad erwarten. Nach letzten Erledigungen geht es auf nach Pokhara und von dort in einem 8-tägigen Marsch zu unserem Ziel – dem Gyaji Kang.

Wir hoffen, unterwegs von unserer Reise berichten zu können!

Trainieren mit den Generatoren

Trainieren Sie in Ihrer gewohnten Umgebung und nutzen Sie gleichzeitig die Vorteile eines Höhentrainings. Der Generator reduziert den Sauerstoffgehalt der Luft, die Sie über eine Maske atmen. So wird Höhe simuliert. Verwandeln Sie Ihr Workout zuhause in ein Höhentraining!

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Kleine Zeitung 2011

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Alpinmedizinischer Rundbrief

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Aconcagua (Februar 2011)

Erfahrungsbericht einer Aconcagua-Besteigung in 5 Tagen durch die Vorakklimatisation mittels Hypoxie

Aconcagua Im Februar dieses Jahres hatte ich die Möglichkeit, meinen US-amerikanischen Bergsteigerkameraden Brian Oestrike bei einem Speedbegehungsversuch am Aconcagua (Argentinien, 6.962m) als Betreuer zu begleiten. Die notwendige Akklimatisation wurde in kurzer Zeit mittels Höhentrainingsgeräten erreicht. Dazu begann ich Anfang Dezember 2010 zusätzlich zum normalen Training mit aktivem Training unter hypoxischen Bedingungen. Zur weiteren Akklimatisation übernachtete ich ab Jahresbeginn 2011 zusätzlich in einem Hypoxiezelt. Die letzten Nächte vor Abflug verbrachte ich auf einer simulierten Schlafhöhe von ca. 5.500m, wobei ich in der Nacht eine Sauerstoffsättigung von 88% und einen Puls um die 60 Schläge/Minute messen konnte. Brian hatte ebenfalls mit diesen Generatoren trainiert und sich so auf die Speedbegehung vorbereitet.

Der Plan war, zuerst den Berg gemeinsam zu besteigen, um die Bedingungen am Berg auszukundschaften, sich noch weiter zu akklimatisieren und für die darauffolgende Speedbegehung Treffpunkte zu vereinbaren. Nach der ersten Besteigung standen zwei Ruhetage zur Verfügung, bevor der geplante Speedversuch vom Parkeingang zum Gipfel und zurück zum Parkeingang von Brian gestartet werden sollte. Meine Aufgabe bestand darin, auf der Wegstrecke zwei Versorgungsstationen (eine am „Plaza de Mulas“ und eine weitere beim „Nido de Còndores“) mit heißem Tee, Elektrolytgetränken, Essen und Wechselgewand einzurichten und somit die Speedbesteigung zu unterstützen.

Aconcagua  Am 4. Februar erreichten wir per Flugzeug Mendoza in Argentinien. Am gleichen Tag konnten wir unser „Permit“ für den Nationalpark besorgen, restliche Lebensmittel einkaufen, mit einem Mietauto nach „Puente del Inka“ (2.700m) fahren und bis zum ersten Camp „Confluencia“ (3.300m) marschieren. Das restliche Gepäck wurde mittels Mulis bis ins Basislager „Plaza de Mulas“ (4.300m) geschickt, das wir am nächsten Tag am frühen Nachmittag erreichten. Aconcagua Den Nachmittag nutzten wir zum Rasten und Umpacken, denn am gleichen Tag ging es mit voller Ausrüstung noch weiter bis ins „Camp Canada“ (4.900m), wo wir in den letzten Sonnenstrahlen unser Zelt aufstellten. Am Sonntag brachen wir erst zu Mittag Richtung „Nido de Còndores“ (5.500m) auf. Da wir uns beide körperlich gut fühlten, was auch die Sauerstoffsättigung und der Puls bezeugten, erwägten wir, den Gipfel gleich am nächsten Tag zu besteigen. Da sich in der Nacht die Anstrengungen der letzten Tage jedoch in den Beinen bemerkbar machten, legten wir am Montag einen vollständigen Ruhetag im Lager ein. Aconcagua

Aconcagua  Die Wetterprognosen waren gut und daher starteten wir am Dienstag, den 8. Februar um 5:00 Uhr unsere Gipfeletappe von „Nido de Còndores“ aus. Die Vorteile von diesem Lager aus zu starten sind, dass man das schwere Gepäck nicht noch ein Lager höher tragen muss und die Abstiegsroute über einen Schotterhang (Gran Acarreo) deutlich abgekürzt werden kann.

Stetigen Schrittes und mit kurzen Pausen kamen wir gut voran, erfreuten uns am Sonnenaufgang oberhalb der „White Rocks“ (6.250m) und dass es das Wetter gut mit uns meinte. Aconcagua Vor der Traverse bei der „Independencia Hut“ (6.400m) hieß es Steigeisen anschnallen, die dicke Daunenjacke anziehen und sich auf einen ziemlich windigen Abschnitt ohne längere Pausen einstellen. Überraschenderweise waren die Bedingungen in der Traverse „Windy Crest“ besser als erhofft und fest verpresster Schnee erleichterte das Gehen auf dem Schotterhang.

Aconcagua Auch die „Canaleta“ – der letzte Aufschwung zum Gipfel – befand sich in diesen guten Bedingungen und so erreichten wir um 11:30 Uhr, nach 6 ½ Stunden und 1.400 Höhenmetern den höchsten Punkt des amerikanischen Kontinents. Weder Kopfschmerzen noch Müdigkeit oder andere Symptome, die wir bei anderen Expeditionen in dieser Höhe schon erlebt hatten, waren diesmal zu spüren. Auch die geplante Aufstiegsdauer von acht Stunden wurde weit unterboten. Aconcagua

Durch die direkte Abstiegsroute über das Schotterfeld konnten wir nach 1 ½ Stunden im Lager „Nido de Còndores“ unseren Kocher anwerfen und eine kurze Mittagspause einlegen. Nach dem Packen ging es auch schon weiter Richtung „Plaza de Mulas“, wo wir am Nachmittag bei leichtem Schneefall unser Zelt aufstellten.

Am nächsten Morgen verließ Brian das Lager Richtung Parkeingang, um sich vor der Speedbesteigung noch zu erholen. Die Besteigungsstrategie (Tagesablauf, Treffpunkte und Zeitpunkte) wurde noch festgelegt, da wir ab nun nicht mehr in Kontakt treten konnten. Da das Wetter nach unserer Besteigung umschlug und es immer wieder Schneefall gab – nach uns erreichte zwei Tage niemand den Gipfel – musste auch die Speedbegehung abgebrochen werden. Starker Nebel und Regen im Tal, der ab „Plaza de Mulas“ in stürmischen Schneefall überging, sodass Spurarbeit notwendig war, ließen eine Besteigung, geschweige denn einen Speedrekord nicht zu. Das von mir um halb acht morgens erreichte Lager „Nido de Còndores“, in dem die zweite Versorgungsstation vereinbart war, musste ich nach einer Stunde Wartezeit wieder verlassen und konnte in „Plaza de Mulas“ auf Brian treffen.

Auch wenn die Speedbegehung durch Brian wetterbedingt abgebrochen werden musste, hatten wir zumindest die Bestätigung, dass eine kurzfristige und effektive Vorakklimatisation mittels Höhentraingsgeneratoren durchaus möglich ist. Normalerweise benötigt man für die Besteigung des Aconcaguas durchschnittlich 11 bis 14 Tage (inkl. Akklimatisation am Berg). Unser Aufstieg dauerte inklusive eines vollständigen Ruhetages lediglich 5 Tage.

Bolivien 2010

Bergrettung Schwanberg auf Höhenflug

Die heimischen Berge wurden zu niedrig, daher flogen wir – vier Bergretter der Ortsstelle Schwanberg – aus, um Höhenluft zu schnuppern. Hans Eggbauer- der Organisator der Reise, Andreas Gegg, Franz Tschiltsch und Daniela Gosch bildeten unser eingespieltes Team, man hatte ja als Vorbereitung einige Touren zusammen unternommen. Außerdem wurden Höhentrainingsgeneratoren genutzt, um die Akklimatisierung vorab zuhause zu beginnen. file_017
Das große Ziel waren die Berge der Cordillera Real in Bolivien, wobei sich hier die höchste Erhebung namens Sajama 6545 Meter in den Himmel streckt.
Gelandet sind wir in La Paz auf über 4000m und die Höhe war bereits zu spüren. Stiegen steigen oder schweres Schleppen verursachten bereits verstärktes Atmen, daher bestand das Programm am Anfang eher aus Sightseeing. Wir erklommen den „Teufelszahn“- ein markanter Felsspitz bei La Paz, fuhren mit dem Schiff auf dem Titikakasee, überquerten die „Sonneninsel“ und genossen die Fernsicht auf dem Hausberg von Copacabana. Alles um sich langsam weiter an die Höhe zu gewöhnen.
In der näheren Umgebung von La Paz – das heißt 2 Stunden in einem Kleinbus auf holprigen Straßen- boten sich zahlreiche 5000er als Tagestouren zum Akklimatisieren an. Ab 5500m hieß es dann auch die Steigeisen anschnallen und den Pickel in die Hand nehmen. Um vor den richtig hohen Bergen noch ein paar Tage zum Krafttanken zu haben, fuhren wir mit dem Nachtbus 14 Stunden (!) von La Paz nach Uyuni, um dort eine dreitägige Rundtour mit dem Jeep durch die 10.000km2 große Salzwüste mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu machen. Der Salzabbau beträgt hier jährlich 25.000 Tonnen und vom Salzabbau bis hin zu einem Salzhotel konnten noch Lagunen mit Flamingos oder eine Kakteeninsel besichtigt werden.
Zurück in La Paz gingen wir an die letzten Vorbereitungen für die beiden hohen Ziele: den Huyana Potosì mit 6088 Metern und den Sajama.
file_078 Nach einer 2-stündigen holprigen Anfahrt zum Huyana Potosì stiegen wir mit vollem Gepäck zur Hütte auf und nach einer unruhigen Nacht im Lager auf 5150m begannen wir um 3 Uhr nachts mit dem 6-stündigen Aufstieg. Zwei Steilstücke waren zu meistern und nach dem ausgesetzten Gipfelgrad konnten wir uns am Gipfel gratulieren. Bereits am Nachmittag waren wir wieder in La Paz. Aber der nächste Gipfel wartete. Auf der Panamerikana fuhren wir 4 Stunden zum Vulkan Sajama, der den höchsten Berg Boliviens darstellt. Nach 3 Stunden Wanderung erreichten wir das Basislager und konnten das Zelt aufstellen. Am nächsten Tag mussten 1000 Höhenmeter bis zum Höhenlager, das bereits auf 5700m lag, überwunden werden, bevor man sich in der Nachmittagssonne ausrasten konnte. Außer einem Ehepaar aus Frankreich waren wir alleine am Berg. Zeitig versuchten wir etwas Schlaf zu finden, bevor es um 2 Uhr nachts Richtung Gipfel losging.
Die Schlüsselstellen waren eine gut begehbare Eisflanke und eine Passage mit Büßereis – das sind pyramidenförmige, meterhohe Eisspitzen, welche das Vorankommen stark behindern. Nach einem 6-stündigen Kraftakt erreichten wir den 6545 Meter hohen Gipfel, genossen kurz die Aussicht, bevor der ebenso anstrengende Abstieg begann. file_096
Belohnt wurden alle Anstrengungen durch ein Bad in heißen Quellen.
Aber wir Vier hatten noch nicht genug: ein weiterer Berg stand noch auf der Liste. Ein bisher unbestiegener 5205 Meter hoher Gipfel im Hampaturi-Gebirge wartete noch auf die Besteigung und damit auch Namensgebung. In Gedenken an den Bergrettungskameraden und Freund Max Masser wurde dieser Berg auf „Cerro Masser“ benannt.
Nach den erfolgreichen Besteigungen konnte zufrieden und gesund die Heimreise angetreten werden.

Nepal (März/April 2010)

Nepal
9 weststeirische Alpinisten aus dem Bezirk Deutschlandsberg und Voitsberg unternahmen in der Zeit von 27. März bis 17. April 2010 eine Trekkingtour in Nepal. Auf dem Programm der Bergreise stand der Annapurna Trek, eine Wanderung um das Annapurna Massiv mit der Überschreitung des über 5400 Meter hohen Torong La Passes.
Organsiert wurde dieses Unternehmen durch den Deutschlandsberger Polizeibeamten und Polizeibergführer Karl REINISCH. Mit von der Partie war seine Gattin Christine, weiters Christa und Philipp CEBULAR aus Deutschlandsberg, Daniela GOSCH und ihr Freund, Franz TSCHILTSCH aus St. Ulrich im Greith, beide Angehörige der Bergrettung Schwanberg, Gisela und Gerhard HOCHSTRASSER aus Lannach, sowie Sonja GROHOTOLSKY aus Maria Lankowitz.
Nach über 20 Stunden Anreise traf die Gruppe in Kathmandu – der Hauptstadt von Nepal – ein und man glaubte in einer anderen Welt zu sein. Schmutz, Lärm, Hinduismus und Buddhismus prägen das Bild der Millionenstadt. Zwei Tage später erfolgte die Weiterfahrt nach Pokhara. Für ca. 200 km benötigte man 10 Stunden. Man kann sich nicht vorstellen auf welchen Straßen und mit welchen Fahrzeugen gefahren wird und noch weniger, unter welchen Umständen die Bevölkerung entlang der Straße lebt. In Pokhara konnte man sich jedoch vom ersten Schock wieder erholen; relativ sauber, weniger Lärm, viele Einkaufsmöglichkeiten, viele Touristen. Der Weiterweg wurde vorerst noch mit Geländefahrzeugen zurückgelegt, dann ging es zu Fuß los. Es folgten Etappen mit bis zu 30 km Länge und 1200 Höhenmetern. Entlang der Route konnte man den Anblick von 7 und 8tausend Meter hohen Bergriesen wie Manaslu, Annapurna II, III und IV und Dhaulagiri genießen. Übernachtet wurde in sogenannten Lodges, das sind einfache Häuser aus Stein oder Holz. Wegen der kalten Nächte war ein guter Schlafsack wichtig. In diesen Lodges wurde man auch verpflegt. Der erste Höhepunkt war der 5000m hoch liegende Tilicho See. Mit 8 Stunden Gehzeit war das die letzte schwerere Etappe. Es waren dann alle Teilnehmer sehr gut akklimatisiert, sodass 3 Tage später der Torong La Pass mit einer Höhe von 5416 m überschritten werden konnte. Es hatte niemand von der Gruppe Probleme mit der Höhe. Danach ging es 1700 Höhenmeter bergab zur Pilgerstadt Muktinath, wo eine Klosterbesichtigung auf dem Programm stand. Nach 11 Tagen mit einer zurückgelegten Wegstrecke von ca 180 km und knapp 9000 Höhenmetern ging die Trekkingtour in Jomoson zu Ende, von dort ging es per Flugzeug nach Pokhara. Es folgten 2 Tage der Erholung, danach fuhr die Gruppe mit einem Touristenbus in den Dschungel zum Chitwan Nationalpark, von minus 15 Grad am Torong La zu plus 40 Grad Lufttemperatur. Dort folgte das übliche Touristenprogramm, mit Elefantenreiten, Kanufahrt, eine Fahrt mit einem Ochsengespann. Dabei konnte man einige Nashörner und Krokodile sehen. Wirklich spannend war jedoch das Elefantenbaden, wo man gegen ein kleines Trinkgeld auf den Elefanten herumturnen konnte. Wieder zurück in Kathmandu wurden die letzten Rupies auf dem Markt sowie am Abschlussabend umgesetzt.
Bei der Rückreise brachte der Gruppe der Vulkanausbruch in Island noch eine Urlaubsverlängerung. Nach der Zwischenlandung folgten noch 3 Tage im Transitraum am Flughafen von Dehli.
Außer einigen Magenverstimmungen verlief die Reise ohne Krankheiten und Verletzungen. Diesbezüglich ergeht auch ein Dank an den Bergrettungsarzt Dr. Andreas Jöbstl aus Eibiswald für die Zusammenstellung der Reiseapotheke.

Karl Reinisch



Sulmeck-Greith Express 2009

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Rundschau 2009

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Mt. Blanc (August 2009)

Mt. Blanc über The Three Monts Route

Mt Blanc Von Chamonix aus fuhren wir mit der Seilbahn auf 3800m zur Aiguille di Midi und erreichten am späten Nachmittag die Cosmique Hütte (3400 m). Das Frühstück war für 1:00 Uhr nachts bestellt und um ca. 2:00 Uhr starteten wir von der Hütte aus Richtung Mt. Blanc. Dazu mussten wir zuerst über den Sattel des Mont Blanc du Tacul und über das Col du Mont Maudit, bevor wir den letzten Anstieg zum Gipfel des Mont Blanc in Angriff nehmen konnten. Nach einer kurzen Gipfelrast erfolgte der Abstieg über den gleichen Weg bis zur Aiguille di Midi. Nach dieser 12 Stunden Tour konnten wir uns mit einem kühlen Bier in Chamonix belohnen.

Mönch und Jungfrau (August 2009)

Jungfrau Mit der ersten Jungfraubahn in der Früh fuhren wir bis zum Jungfrauenjoch (3.450 m) und marschierten Richtung Mönchsjochhütte. Kurz vor der Hütte errichteten wir ein Depot und stiegen in die leichte Kletterei am Mönch ein. Am Gipfel erfreuten wir uns des schönen Wetters und dass wir ohne vorheriger Akklimatisierung im Gebirge so problemlos auf 4.100 m unterwegs waren. Auch die Nacht auf der Mönchsjochhütte war erholsam und wir hatten keinerlei Probleme mit der Höhe.

Auch die Jungfrau konnte ohne konditionelle Einbußen gemeistert werden. Aufgestiegen wurde über den Rottalsporn und den Südostgrat. Der Abstieg erfolgte vom Rottalsattel direkt Richtung Jungfraujoch.